Impressum:

Tanja Schmidt

schmidthappens

0152/ 289 200 04

tanja_schmidt@gmx.net

/www.facebook.com/schmidthappens.co

Bitte Betreff „schmidthappens“ angeben.

Mein Name ist Tanja.

Ich bin  33 Jahre alt, kinderlos, unverheiratet, ohne Häuschen mit Kiesauffahrt im Grünen.

Ich habe einen Traum, ich will Reisejournalistin werden. Ich weiß, ähnlich realistisch wie Rockstar zu werden. Aber machen ist wie wollen, nur krasser.

Deshalb bin ich unterwegs, mit geringem Budget, ohne Pläne. Nur ich, mein Rucksack und der Wind der mich treibt.

Ich lade euch ein, die Geschichten meiner Reisen zu verfolgen und mit euch meine spannenden Erlebnisse und Eindrücke teilen.

Doch nun von Anfang an…

2004. Ich hatte seit 3 Jahren den Schulabschluss in der Tasche, und absolut keine Idee, was ich damit anfangen sollte. Ich wollte irgendwas mit Fotografie, Mediendesign oder vielleicht Ergotherapie machen, oder vielleicht doch Kunsttherapie? Ich probierte mich aus, war Langzeit- Praktikantin in allen Bereichen und jobbte nebenbei in unserer Stammkneipe, dem „Dilldapper“ in Ichenhausen/Bayern und in einem Weinhaus im Callcenter.

Der damalige Besitzer „Syki“ der Kneipe, ein guter Freund, wanderte mit seinem VW Bus nach Griechenland aus und wollte dort Musik machen. Ich wollte ihn besuchen.

Geld hatte ich nicht, ich war chronisch pleite. Das Geld, das ich verdiente, reichte gerade mal für mein WG-Zimmer im Dachboden des Hauses, für Lebensmittel und Partys.

Im Oktober wollte ich eine Ausbildung beginnen, es war Juli. Ich schrieb Bewerbungen, vor allem als Fotografin und Mediengestalterin. Eine Einzige schrieb ich als Krankenschwester… Die lag ganz oben…

Meine Tante hatte einen Freund, der beim Paketservice arbeitete, er fuhr Lieferungen nach Livorno in Italien aus und ich fragte Tom, ob er mich mitnehmen könne, damit ich von Italien weiter nach Griechenland komme. Ich müsse spontan sein, die Aufträge werden sehr kurzfristig vergeben. Also gab ich im Callcenter, in der Kneipe und bei meiner Praktikumsstelle Bescheid, dass ich auf Abruf bin und packte schon mal meinen Rucksack, beklebte die oberste Bewerbung mit meiner letzten Briefmarke, die ich noch hatte und schickte sie ab. Der Rest blieb liegen…

Eine Woche später, an einem Dienstag Abend ging es los. Ich wusste nur, dass ich von Bologna oder Parma in Italien mit dem Zug Richtung Ancona fahren konnte. Von dort würde es irgendwie nach Zakynthos auf die Insel gehen.

Naiver Weise dachte ich, dass ich mit meinen 250€ Budget auch so wieder zurückkommen könnte.

Schon hinter Garmisch-Patenkirchen riss der Keilriemen des Lieferfahrzeugs und wir mussten zurück nach Augsburg. Dort würde es einen Fahrerwechsel geben. „Oh je, Reise zu Ende“ dachte ich. Aber die Pakete mussten ja trotzdem, auch ohne meinen Onkel nach Italien. Also fragte ich den russischen Fahrer, ob er mich mit nach Bologna oder Parma nehmen könne. Er schaute mich etwas verdutzt an. Ich stieg ein.

In Bologna am Ortsschild lies er mich raus. Ich hatte mir den Zeitplan des Zuges ausgedruckt. „Fuck“- in 15 Minuten fuhr die letzte Bahn nach Ancona, um die günstigste Fähre zu erreichen. Ich rannte los, und -Gott sei Dank- in die Richtige Richtung. Von Gleis „9“ fuhr für 11 € der Zug ab. Ich war drin-„puh“. In Italien übernachten war keine Option. Dafür hatte ich kein Geld über.

Nach 1.47h Zugfahrt kam in Ancona an, ich hatte noch 45 Minuten um die günstigste Fähre um 13.30h zu bekommen. Der Bahnhof lag leider 30 Minuten Busfahrt vom Hafen entfernt. Wieder musste ich rennen und bereute es etwas, dass ich für Syki ein paar Flaschen „Augustiner Helles“ im Gepäck hatte. Für 28€ Jugendermässigung/Deckpassage bekam ich mein Ticket und kam 2 Minuten vor Abfahrt aufs Schiff.

Budget: 211€

Ich war total happy, dass das alles geklappt hatte. Die Plätze unter dem Dach des Schiffes waren bereits belagert. Es regnete plötzlich wie aus Eimern. Also zog ich mir meinen Bikini an, setzte mich in den warmen Whirlpool und trank Sykis Bier. Zwei Niederbayern sahen mein Bier und fragten, ob ich zwei Flaschen gegen eine Flasche Ouzo tauschen würde. Der Deal war perfekt, sie setzen sich zu mir und wir tranken alles was wir hatten, bis wir völlig verschrumpelt in Igoumenitsa ankamen.

Sechs Stunden dauerte die Weiterfahrt nach Patras. Als ich ankam, fragte ich mich durch, wo die Fähre nach Zakynthos abfährt. Alle sagten irgendwas von „Kyllini“- ich verstand nur Bahnhof-„Was bedeutet bitte Kyllini“? Meine Griechischkenntnisse von den Urlauben mit meinen Eltern reichten gerade mal von „Gamisou Malaka“ bis zum Standart-Servierten-Griechisch der Restaurants.

Kyllini war der Hafen, von dem die Fähre nach Zakynthos fuhr, 76 km süd-westlich. Die Stimmung im Bus war ausgelassen. Der Fahrer drehte die Musik auf. Die Passagiere sangen lauthals. 3 Stunden später setzte sie Fähre auf die ionische Insel über.

Ich rief Syki an, dass ich da sei. Er hatte gerade einen Gig in der Stadt. Er meinte ich sollte die nächsten 3 Stunden in dem kleinen Fischrestaurant am Hafen warten bis er fertig ist. Die Preise schienen supergünstig und ich schlug zu. Leider waren es 100g Preise wie sich bei der Rechnung rausstellte.  -schmidthappens.

Budget: 109€ – ich brauchte dringend einen Job!

In der Strandbar „Driftwood“, neben der Syki als „Liegestuhlzusammenklapper“ jobbte, war eine Stelle in der Küche frei. Also spülte ich für 4€ die Stunde bei 40 Grad dreckige fettige Pfannen.

Wie hatten grosses Glück und bekamen die alte Wohnung von „Guy“, meinem neuen Arbeitskollegen. Er konnte endlich sein Haus beziehen hätte sonst doppelte Miete gezahlt. Für 100€ gehörte uns nun eine leere 5-Zimmerwohnung mit einer Matratze auf dem Boden und einer funktionierenden Küche.

Insgesamt blieb ich 8 Wochen dort und flog von Athen aus zurück. Ich startete meine Ausbildung zur Krankenschwester…. Der einzig abgeschickten Bewerbung…

Jetzt- 13 Jahre später – kann ich auf eine vollgespickte Landkarte zurück blicken. Ich brauch nicht viel. „Home is, where my Backpack is“.  Das Reisen ist  meine grösste Leidenschaft, ich hab meinen Job letztes Jahr gekündigt. Am 7. Dezember gings los One-Way nach Asien… 2-54 Wochen, solange das Geld reicht und ich Spass dran habe. Meine Eindrücke könnt ihr hier verfolgen.

Seid gespannt, ich bin es auch… 😉

Always Searching For The Shot

Text

„When words become unclear, I shall focus with photographs. When images become inadequate, I shall be content with silence.“
ANSEL ADAMS
„There is only you and your camera. The limitations in your photography are in yourself, for what we see is what we are.“
ERNST HASS
„Black and white are the colors of photography. They symbolize the alternatives of hope and despair to which mankind is subjected.“
ROBERT FRANK

CLIENTS I’VE WORKED WITH