Project Description

Die Reise begann in Thailand – Von Anfang an Lesen
Zurück meiner Zeit in Kambodscha

Leider kann ich grad keine Bilder hochladen, da mein Laptop spinnt…

Da hab ich es ja doch noch aus Kambodscha rausgeschaft.

Von Phnom Penh ging mein Bus über die Grenze. Wieder sehr unspektakulär und reibungslos. Ich bin fast etwas enttäuscht von Asien, da ich das Chaos an den Grenzen immer sehr lustig finde.

In Ho Chi Minh traf ich Ellen und Jonathan vom Sunset Beach wieder.

Ich hab mich tierisch gefreut, dass es gerade passte und sie auch da waren.

Sie hatten bereits ein Hostel in District 1 gebucht. Der touristische Part von Ho Chi Minh, gleich neben der „Khao San Road “ von Ho Chi Minh.

Blick auf Ho Chi Minh vom Tower aus

Am nächsten Tag sind wir in eine Bar, dort sollte laut Facebook ein Reggae Festival sein. War es auch- einen Tag früher als drin stand.

Die Bar heisst „Indika“ und ist ziemlich versteckt im Hinterhof, sehr coole Location und definitiv mein Geheimtip, auch wenn keine Veranstaltungen dort sind. Ist aber etwas weit weg von der Touristenmeile.

Wir verbrachten hier noch 2 Tage zusammen, bevor die Beiden zurück nach Malta flogen. Hauptsächlich verbrachten wir die Zeit damit Vegane Restaurants für sie zu suchen. 🙂

War Museum und die Tunnels

Vietnam ist für mich hauptsächlich interessant aufgrund seiner Geschichte. Der Vietnamkrieg ist erst seit 42 Jahren vorbei und die Auswirkungen sind noch deutlich zu spüren.

Viele haben ihre Gliedmassen verloren, ihre Familienmitglieder, ihr Zuhause, ihre Hoffnung.

Einige haben unter den Auswirkungen von „Agent Orange“ zu leiden, kamen deformiert auf die Welt oder verstarben innerhalb weniger Monate an den Folgen.

Das War Museumliefert nochmal einige Infos, wie grausam es zuging. Die Menschen hielten sich über Jahre in winzigen unterirdischen Tunnelgängen auf um sich zu schützen. Das Vietnamesische Militär war lang nicht so gut aufgestellt wie das amerikanische. So recycleten die Vietnamesen die Bomben der Amis, die nicht zündeten. Schnitten sie auf und nutzen den Sprengstoff. Eine unglaublich gefährliche sache, wenn man bedenkt, das die Reibung der Sägen Hitze erzeugt und die Bomben hochgehen könnten. Sie nutzen Wasser um die Temperatur runterzukühlen. Eine kleine Unaufmerksamkeit und das wars. Sie führten einen Guerillakrieg, nach Vorbild von Che Guevara, schossen eine halbe Stunde, zurück in die Tunnels und erneuter Angriff. Bauten Fallen für die Suchhunde und änderten die Sohlen ihrer Schuhe um nicht entdeckt zu werden.

Es ist unvorstellbar was diese Menschen durchmachten und heute noch darunter leiden. Leute robben auf ihren Körpern durch die Strassen und versuchen Taschentücher oder Gefundenes zu verkaufen. Während wir daneben sitzen und unsere Pizza und unser Bier geniesen. Und sie Lächeln trotzdem. Ich bewunder diese Menschen, wie sie diesen Lebenswillen aufbringen, während wir uns über jede Kleinigkeit beschweren.

Ein grossartiges Volk. Ich bin dankbar über jedes Lächeln, welches sie in ihrer Situation aufbringen.

Die Auswirkungen von Agent Orange

Mekong Delta

Ich fuhr am nächsten Tag zum Mekong Delta, ich hatte nur 2 Wochen Visa für Vietnam und wollte danach mit dem Nachtbus Richtung Norden. Ich hatte mir vorgenommen bis nach Da Nang zu kommen und von dort auszufliegen.

In Ho Chi Minh verbrachte ich die meiste Zeit bei meiner Suppenküchenoma. Eine liebenswerte Dame, die eine winzige Küche mit winzigen Plastikstühlen und kleinen Tischen hatte. Als sie neben mir aufstand ging sie mir gerade mal unter die Brust. Eine kleine Dame mit sehr grossem Herz. Sie verkaufte günstiges Essen und günstiges Flaschenbier, das Internet konnte ich vom teuren Laden daneben nutzen. Für mich der perfekte Spot in Ho Chi Minh.

Hier traf ich auch am Abend vor meiner Mekong Tour einen Bekannten aus der Elemento Bar aus Shianoukville wieder.  Wir verabredeten uns in Da Lat für die kommenden Tage.

Die Tour startete morgens um 8 Uhr und wie das bei so Touren meist ist, kommt zum eigentlichen Programm meist noch irgendwelcher Tourischnick-schnack dazu, den man nicht unbedingt braucht.

Wie eine Phython, die man sich um den Hals legen konnte für ein Foto, vietnamesische Gesänge einiger Damen, eine Kutschfahrt mit ziemlich runtergehungerten Pferden am Spann, einen Besuch in der Glasnudelmanufaktur, Cocos-Candyfaktur ect.

Ich wollte eigentlich nur die Umgebung dort sehen und vor allem die Floating Markets.

Leider hatte ich meinen Akku meiner Spiegelreflexkamera im Ladegerät im Hostel vergessen. In unserer Gruppe waren aber ein paar lustige Malaysier, alle um die 70. Einer davon hatte eine Handtasche mit einem Playboybunny drauf, mein Malasianischer Hefner. Der Typ war sau witzig, ich sagte ihm, ich habe keinen Fotoapperat mit. Deshalb machte er von mit Bilder. Hunderte. Tanja neben einer Durian, neben einer Jackfruit, ein Video beim überqueren einer Seilbrücke… Und hier noch und da noch.

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Mit dabei waren noch ein paar junge Kerle, die sich alle die typischen vietnamesischen Hüte kauften, was natürlich sehr lustig aussah als sie alle hintereinander in dem kleinen Boot sassen. Zwei davon trugen sogar zufällig das selbe Shirt.

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Man hatte die wahl zwischen einer Übernachtung im Hotel oder einen Homestay. Die Malaysier, die Jungs und ich wählten den Homestay. Was es nicht wirklich war, eigentlich waren es mehrere Zimmer, die man durch eine lange Bootsfahrt über einen Mekongkanal erreichte.

Das Essen war grossartig dort, es gab Reispapier, in welches man Salat, Schrimps, Gemüse oder Hühnchen einwickeln konnte.

Auch die Floating Markets am nächsten Tag fand ich leider etwas enttäuschend. Ich dachte wir fahren dort mit einem kleinen Boot gemütlich durch.

Leider waren wir auf einem sehr grossen, sehr sehr lauten Boot. Die Marktverkäufer binden sich mit Seilen für ein Stück ans Boot und verkaufen dort ihre Früchte, Suppen, Gemüse oder Kokosnüsse.

Ein durchaus beindruckendes Bild und auf jeden Fall einen Besuch wert. Wenn man die Möglichkeit hat, würde ich jedoch all das ohne Tour machen. Mit dem Roller dorthin und ohne Reisegruppe auf ein kleines Boot durch die schwimmenden Märkte.

Ich dachte ich mir rennt die Zeit davon, deshalb hab ich mich für die Tour entschieden um mehr Zeit für den Norden zu haben.

Ich wollte am gleichen Abend mit dem Nachtbus von Ho Chi Minh nach Da Lat weiter. Leider hatte ich die Feiertage nicht bedacht. In Vietnam wurde Independence Day gefeiert. Die Busse für die nächsten 2 Tage waren komplett ausgebucht.

Ich verbrachte noch zwei weitere Tage bei meiner Suppenomi, lief durch die Stadt und wartete auf die Abfahrt.

Mit dem Nachtbus gings nach Da Lat. Mit mir im Bus waren zwei Jungs aus Uruguay, einer davon 2 Meter gross und damit deutlich zu gross für Vietnamesische Busse. Man hat eine Liegefläche von 1.70m. Die Breite ist gerade gross genug, das mein Hintern nicht stecken bleibt. Sein Gepäck muss man in den Fussraum stopfen, was wiederum Platz nimmt.

In Da Lat angekommen, musste ich feststellen, das der kurzeste Weg den Maps.me anzeigt nicht immer den besten darstellt. So wurde ich durch das Tal, bergauf, bergab zum Hostel geleitet. Mit mehreren streunenden Hunden um mich, die mich in der Dunkelheit verfolgten. Das war ganz schön grusslig und ich war heilfroh als ich im Hostel ankam.

Cozy Nook Hostel in Da Lat

Ein Freund, den ich von Kambodscha kannte und in Ho Chi Minh wiedertraf, reservierte mir ein Bett im Cozy Nook Hostel in Da Lat.

Das mit Abstand beste Hostel, in dem ich je war. Nicht weil das Hostel so besonders war, sondern die Leute die es leiteten.

Viel zu früh morgens kam ich an und sie öffneten mir die Tür, boten mir das Sofa an, da ich erst gegen Mittag ins Zimmer einchecken konnte, gaben mir Kissen und eine Decke, reichten mir heissen Tee und ein Handtuch, das ich mich gleich duschen konnte. Als ich völlig verpennt auf der Sofaecke aufwachte war es bereits Frühstückszeit und um mich sassen die ganzen Leute rum. Das Frühstück war grossartig, sowie auch das Familydinner das das Hostel anbot. Die Leute sind so aufmerksam und machten alles so einfach, jeder Wunsch wurde unkompliziert mit einem herzlichen Lächeln erfüllt.

Beim Frühstücken traf ich Dan wieder. Und so wenig er mir in Shianoukville in der Bar aufgefallen war (gut, es war mein letzter Abend mit meinen Freunden von der Insel vom Dive Shop) so sehr beeindruckte mich sein Lächeln bereits in Ho Chi Minh und ich freute mich ihn wieder zu treffen.

Mister April

Ich besuchte mit ihm und seinem Freund Peter das Crazy House in Da Lat. Achitektonisch absolut verückt. Es ist aufgebaut wie ein Labirynth, mit geschwungenen Fasseaden, Treppen und Türmen. Der Eintritt kostet 4o Dong und die Aussicht ist es wert. Im Crazyhouse sind mehrere Zimmer, etwas nach Themen aufgebaut und einige davon werden als Hotelzimmer vermietet, Ich denke, hätten sie die Zimmer stundenweise vermietet, hätten wir es in Anspruch genommen.

Es war ziemlich schnell deutlich, dass wir uns beide ganz gut fanden.

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Als wir raus gingen, regnete es in Strömen und wir setzen uns in die kleine Bude nebenan. erst bestellten wir einen Kaffee. Als es danach immer noch schüttete, eine Flasche Wein, dann die zweite. Wir waren schon ziemlich gut betrunken, Ich muss sagen, ich fand ihn immer besser. Witzig, smart, sexy.

Zurück im Hostel konnte ich ins Dorm einchecken, wir kauften uns noch zwei weitere Flaschen Wein und er spielte Gitarre auf der Dachterrasse. Da bin ich ja ziemlich schnell in den Moment verliebt.

Ja, und so klappte es doch noch im April. Ich fand ihn gut. Ich verbrachte gern Zeit mit ihm und das lag nicht nur am Wein.

Am nächsten Morgen sah er das allerdings anders.

Er hatte mir am Abend vorher versprochen, mich mit dem Motorrad mitzunehmen, wenn er und Peter zu den Wasserfällen fahren.

Da war ich nicht die Einzige, er versprach das auch noch einem anderen Mädel und so fuhr ich bei Peter mit. Ich war etwas angefressen. Ich fand es etwas assi, schliesslich hatten wir einen netten Tag und das das nur für den Moment war und nicht der Beginn einer grossen Liebe war ja klar, einfach am nächsten Tag ausgetauscht zu werden fand ich etwas daneben. Ich glaub ich hab mich am meisten drüber geärgert, weil ich ihn gern irgendwo auf ein Bier wieder getroffen hätte und ich es immer schade finde, wenn man etwas im Nachhinein bereuht, obwohl es gut war.

Wie auch immer. Auch bei Peter hinten drauf war es nett. Er ist der schüchternere von den Beiden und steht völlig zu unrecht etwas in seinem Schatten.

Wir wollten erst zum Pongour Wasserfall, dann zum Elefant- Wasserfall und auf dem Rückweg zu den Kaffeeplantagen, wo es den berühmten Wieselkaffee gibt. Im Endefekt der von den Wieseln ausgeschissene Kaffee.

Das Wetter war nicht ganz so auf unserer Seite, deshalb wurde der Elefant Wasserfall gestrichen. Der Pongour Wasserfall war allerdings der Hammer und wie ich hörte der schönere von Beiden.

Die Stassen waren ziemlich verregnet und auf dem Weg zur Kaffeeplantage, die nicht weit weg von Da Lat liegt, machten wir einen Stop als es richtig schüttete.

Wir probierten den Wieselkaffee, und schauten uns leider die Haltung der Tiere erst danach an. Die Wiesel wurden in kleinen Gitterkäfigen gehalten und ich bereute es etwas den Kaffee getrunken zu haben. Er war nichts besonderes. Besonders stark war er. Ich mochte ihn nicht sonderlich.

Der Ausblick auf die Plantagen ist allerdings grossartig. Wir waren zur Dämmerung dort und das Licht war ziemlich schön.

Auf dem Rückweg zum Hostel fuhren wir durch die wunderschöne Gegend um Da Lat dem Sonnenuntergang entgegen. MIt Jack Johnsen im Ohr genoss ich dem Moment hinten auf dem Roller.

Was tun in Da Lat?

-The Crazy House

-Pongour und Elefantwaterfall

-The Maze -Labyrinth Bar (gott hatte ich Panik da drin, die Bar ist so verwinkelt und abgefahren, ich hab nicht mehr rausgefunden)

– das Cozy Nook Hostel (sie bieten viele Touren an und alle waren begeistert)

Die Feiertage in Vietnam machten mir einen Strich durch die Rechnung und es war zu spät um weiter nach Hoi An weiter zu fahren. Mein Visa lief bald aus und es machte mehr Sinn zurück nach Ho Chi Minh zu gehen und von dort zu fliegen.

Ich muss sagen auf Vietnam blicke ich mit gemischten Gefühlen zurück und ich hatte hier nicht sonderliches Glück. Ich bin mir sicher mir hätte der Norden sehr gefallen, aber in zwei wochen ist nicht viel anzufangen, vorallem wenn  aufgrund der Feiertage keine Busse fahren.

Ich muss hier her wohl zurück und mein Glück nochmal versuchen.

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