Project Description

Die Reise beginnt in Costa Rica. Von Anfang an lesen.

San Juan del Sur

Ich fuhr mit Nicabus  bis Rivas im Süden Nicaraguas. Von dort nahm ich einen Chickenbus nach San Juan del Sur. Danach wusste ich warum diese Busse so genannt werden. Ehe ich mich versah, war mein Backpack auf dem Dach, zwei Kinder auf meinem Schoss, der Ellenbogen des Typen neben mir in meinem Auge und zwischen meinen Unterschenkel lief eine Henne umher, die jemandem hinter mir ausgebüxt war. Ich liebe es. Zumindest für kurze Stecken.

 

In San Juan del Sur wollte ich Surfen lernen. Ich wollte einmal auf einem Brett stehen, mit der Welle unter mir. In Costa Rica sagte mir mein Prof, ich solle dafür hier her gehen. Es ist ein kleines Dörfchen, in dem sich alles ums Surfen dreht. Kleine süsse Bars, viele Touristen und Surfshops. Kaum Nicaraguaner. Zumindest nicht im Kern des Ortes. Man findet manche hinter ihren Obstständen oder in kleinen Kiosks.

Ich buchte mir eine Surfstunde für 20$ Einzelunterricht. Julien, ein Franzose, führ mit mir an den Playa Hermosa. Der Strand war etwas ruhiger und die Wellen besser für Anfänger geeignet.

Gott, war das anstrengend. Gar nicht das Aufstehen an sich, das Paddeln. Nach 2 Stunden war ich fix und fertig. -ABER: Ich stand. Einmal. Ja und vielleicht keine 3 Sekunden. Aber gefreut hab ich mich, als hätte ich die Welle geritten.

Sunday- Funday!

In San Juan ist das Jede Woche so. Man geht in ein Cafe, bestellt sich ein Frühstück und bekommt stattdessen für 10$ ein „Sunday-Funday Shirt“ und ein Bändchen. Bis man checkt, was hier gleich passiert, wird man mit einem Pick Up zu einer anderen Location gefahren. Das ganze Dorf scheint teilzunehmen. Es sind sind Plätze mit einer fantastischen Aussicht, einer Bar mit Schnäppchenpreisen und jeder Menge feierwütigen Leuten. Nach 2 Stunden, geht es weiter zur nächsten Party. Insgesamt sind es 3 Locations und es wird den ganzen Tag gefeiert. Am zweiten Ort lernte ich Jan und Jule kennen. Die beiden waren auch aus Hamburg und schon länger unterwegs. Wir seilten uns vor der dritten Party ab und gingen Pizza essen. Schliesslich wurde ja nichts aus meinem Frühstück. Jule und ich verstanden uns auf Anhieb. Als wir zurück zur letzten Location wollen, entdeckten wir auf dem Weg eine Live-Band aus Nicaragua. Das war eher nach unserem Geschmack. Kaum Touristen waren hier. Klar, waren ja alle auf dem Sunday Funday. Ein paar Mojitos später verabredeten wir uns für den nächsten Tag zum Frühstücken. Ich wollte nach Ometepe weiter. Ich steh nicht ganz so auf die für Touristen aufgebauten Dörfer. Ich mags mehr echt. Das Frühstück fiel am nächsten Tag aus, weil wir alle verschlafen hatten und mein Bus ging.

Ometepe

Von Rivas/San Jorge setzte das Schiff auf die Isa de Ometepe über. Auf der Insel im gigantischen Lago Nicaragua gibt es 2 aktive Vulkane. Conceptión und Maderas im Süden der Insel. Ich hatte einen Tip für ein Hostel bekommen. Im „Hospedaje Central“ ist unglaublich hübsch gemacht, alles sehr kreativ und bunt. Im Hinterhof gibt es überall Hängematten. Die Tische und Stühle des Restaurants sind kunterbunt bemalt und die Lampen geschmückt.

Hostel Central

Moyogalpa

Isla de Ometepe

Ich lieh mir ein Fahrrad und fuhr die Insel ab. Die Wege waren sehr holprig und nicht leicht zu befahren. Die Reifen des Fahrrads hatten in etwa soviel Luft wie ich nach einem Marathon.

Die Insel ist wunderbar grün. Ometepe ist ein sehr ruhiges Örtchen, und wer zur Ruhe kommen möchte ist hier genau richtig.

Eigentlich wollte ich den Vulcan Conceptión besteigen, überlegte es mir dann aber anderes, als mir gesagt wurde, das man auf der kleinen Tour nichts vom Vulkan sieht und selbst bei der großen nur mit sehr viel Glück, weil es sehr wolkig war. Vulkane kamen auf meinem Weg noch einige.

Ich lernte Timo und Flo kennen, zwei Jungs aus dem Ruhrpott, die am Ende ihrer Reise waren. Sie fuhren weiter nach Granada. Ich holte meine Wäsche ab und kam mit. Wir fuhren mit dem Taxi ab dem Pier. Das machte witzigerweise preislich keine 3 $ aus. Unser Taxidriver war lägender. Flo und Timo holten sich Bier für die Fahrt. Und brachten dem Fahrer gleich eins mit.

Granada

Granada ist die drittgrößte Stadt Nicaraguas und liegt an der Westküste des Nicaraguasees. Die Stadt  ist keine 50 km von Managua entfernt. Granada ist eine wunderschön erhaltene, gepflegte und bunte Kolonialstadt. Im Zentrum der Stadt befindet eine Kathedrale, die als eine der wichtigsten Kolonialbauten Zentralamerikas. Die Kathedrale wurde um 1529 erbaut, zig mal erneuert und ist der ganze Stolz des Völkchens.

Im Zentrum gibt es auch eine Touristenmeile, an der man sehr europäisch essen kann. Auch preislich wurde hier angepasst. Man kann diese Straße unglaublich gut umgehen. In den Seitenstraßen ist es sehr ruhig und traditionell.

Diese Strasse führt runter zum See. Hier ist der Weg das Ziel. Der See stinkt und ist hässlich.

Wir checkten ins Hostel „La Liberdad“ ein und schliefen in einem 16 Doorm. Im Innenhof waren einige Hängematten und Flo schlief die meiste Zeit in einer von ihnen. Ich ging raus und schaute mich um. Granada gefiel mir richtig gut. Ich entdeckte eine Art Künstleratelier im Herzen Granadas. . Das „Casa de los tres Mundos“. Es ist ein soziales Projekt „Pan y Arte“, ein Raum für Künstler und Begeisterte. Hier sind sozial Schwache, Leute nach Therapie zur Wiedereingliederung und Leute die ihren Halt verloren haben beschäftigt. Man kann für kleines Geld Farben und Bananenpapier bekommen und diese Leute bieten Malkurse an. Ich hatte Bock. Im Innenhof, der mit Palmen bewachsen war gab mir Luis Tipps in Farbenlehre und brachte mir Pinsel und einen Farbkasten. Dann sass er neben mir, schaute mir zu und begann zu erzählen.

Luis machte gerade einen Drogenentzug. Er hat bei einem Unfall seine Familie verloren und war abgerutscht. Die Kunst begeistert ihn und hilft ihm. Das Geld, das man dort zahlt, dürfen die Jungs behalten. Ich war die Einzige, die nicht von hier war.

Als ich zurück ins Hostel kam, schloss ich mich den Jungs an. Sie wollten zum Abschluss in einem noblen Restaurant Steak essen. Wir saßen mit unseren Backpackerklamotten im Innenhof an dem einzigen Tisch dort. Serviert wurde mit Stoffservierten über dem Unterarm. Zum Wein gabs einen Eiseimer. Wir bestellten uns alle drei Gänge. Als Hauptgang ein dickes Stück medium-roar Fleisch.  So was gönnt man sich als Low-Budget Reisender nicht alle Tage. Megalecker wars. Aber so teuer wie die gesamte restliche Woche in Nicaragua.

Tipps von mir und von Leuten, die ich getroffen hatte:

„Little und Big Cornisland“

Wer Zeit hat, sollte die „Corn Islands“ auf keinen Fall auslassen. Sie befinden sich auf der Karibikseite und sind noch sehr ruhig mit leeren Traumhaften Sandständen und Türkis farbenen Meer. Zeit braucht man, weil die Boote dorthin sehr unregelmässig fahren. 2014 nur wöchentlich. Und sollten die Boote zu voll sein, muss man eine Woche aufs nächste Warten. Hier kann man unglaublich günstig seien Tauchschein machen. Rüber kommt man von „Bluefields“.

„Pralinen-Kurs“ im Schokoladenhaus in Granada. Hier kann man eigene Pralinen mit Gewürzen aller Art selbst zubereiten und dekorieren. Ich hab sie nur probiert. Lecker. Die Leute,  die ihn gemacht haben, waren begeistert.

Auf keinen Fall Leon verpassen. Die Stadt muss sehr schön sein. Hier kann man auch an vielen Hilfsprojekten ehrenamtlich mitarbeiten.

Ich hatte leider keine Zeit. Ich wollte viel von Mexiko sehen. Ich wusste noch nicht, das mir Guatemala so gut gefallen würde.

Deshalb flog ich von Managua über El Salvador mit einer Minimaschine nach Honduras. Auf die Insel Roatan.

Weiter geht die Reise in Honduras