Project Description

Meine Route:

Thailand 2011 (1), Cambodia 2011 (2), Thailand 2011 (3), Laos 2011 (4), Thailand 2011 (5)

11.November 2016, es sind noch 26 Tage bis zu meinem nächsten Abflug nach Asien. Ich sitz hier in meiner Hamburger Wohnung, hab mir ein Glas Weissweinschorle eingeschenkt und denke an mein letztes Mal zurück, als ich zum ersten Mal allein in dieses Land reiste. Es ist nun ziemlich genau 5 Jahre her. Wenn ich an diese Reise zurückdenke muss ich schmunzeln, den eigentlich hat mich diese Reise hier her gebracht. Hier her nach Hamburg. Und das nur, weil damals alles schief lief, oder nennen wir es anders als geplant. Ich hatte nicht viele Pläne, dennoch ging keiner davon auf.

Eigentlich ist es nicht nur die Geschichte einer Reise, es ist die Geschichte, wie ich von Bayern nach Hamburg zog, mich selbst besser kennenlernte, die schönste Erfahrung meines Lebens gemacht hatte und in Laos im Knast landete.

Doch nun vom Anfang an: 

Ich hatte 6 Wochen Zeit und eigentlich stand Vietnam auf dem Plan. Die Flüge dorthin waren allerdings sehr teuer, deshalb beschloss ich nach Bangkok zu fliegen und über Cambodia über den Landweg zu gehen. Ich hatte gebucht- und plötzlich ein Gefühl zwischen Vorfreude und mega-schiss. Weil ich keinen Plan hatte, ob ich nette Leute kennen lerne, ob das so einfach geht, und ob ich in Cambodia an mein Visa für Vietnam so einfach komme, wie ich mir das vorgestellt hatte.

Die 3 Wochen vor dem Abflug war also eine Zeit mit gemischten Gefühlen.

Die Nacht zuvor bei Moni in München
Zwischenstop in Abu Dhabi

Die Nacht zuvor verbrachte ich bei meiner Freundin Moni in München und wir feierten noch im „Cord Club“.  Moni wollte in 4 Wochen auch nach Thailand reisen.

Ich hatte zuvor etwas im Netz gestöbert und bin über „Join my Trip“ auf Jonas gestossen.  Jonas kam einen Tag nach mir in Bangkok an und wir verabredeten uns auf ein Bier.

In Bangkok lief ich erstmal gegen eine schwüle Wand von 32 Grad und  waren alle Zweifel weg. Mein Hostel war in der Nähe der „Khao San Road“ – der wohl bekanntesten Strasse für Touristen. Ich checkte in das Selbe Hostel ein, das ich vom Vorjahr schon kannte. (Green House Hostel)

Sommerklamotten angezogen, lies ich mich durch die Strassen treiben.

Ich hatte in dieser Nacht 2 Österreicher aus dem Hostel kennengelernt und war noch etwas mit denen feiern. Auf Bangkoks Strassen ist an jeder Ecke Live-Musik, die meisten Thais spielen immer die selben Songs, auch meist nicht sonderlich gut. Schön ist es dennoch bei einen kühlen Singha- oder Chiang-Bier im Trubel der Märkte den Klängen zu lauschen. Dazu gab es Maden und Heuschrecken. Maden sind mir zu mehlig, Heuschrecken sind unglaublich knusprig und eigentlich sehr lecker, wenn man sich erst überwunden hat.

Am nächsten Tag traf ich mich mit Jonas. Er war aus Hamburg und nahm sich für 3 Monate Auszeit aus seinem Job um durch Südostasien zu reisen. Wir verabredeten uns in einer kleinen Bar mit Tischen in der Sonne. Ich war bereits voll im Urlaubsfeeling, Jonas brauchte noch etwas. Sein Hemd war ziemlich zugeknöpft und er wirkte etwas steif, als wäre er in einem seiner Meetings.

Nach zwei Bieren hatte er es supereilig in einem der Shops eine Mikro-SIM-Karte für sein I Phone zu besorgen. Das war gar nicht so leicht und nach einiger Zeit ging es mir ziemlich auf den S*** das er es damit so wichtig hatte.

Also gab es nur eine Option, wir gehen auf ein Bier, oder wir trennen uns hier und er sucht alleine weiter. So landetet wir in der „Roofbar“ der Khao San Road.

Wir feierten die ganze nacht dort. Jonas wurde lockerer und fing an mir zu gefallen. Mein Busticket für den nächsten Morgen nach Cambodia hatte ich bereits in der Tasche.

Wir küssten uns noch an diesem Abend, gingen dann aber getrennt nach Hause ins Hostel und ich fuhr mit dem Bus morgens um 6 Richtung Cambodia.

Etwas verkatert stieg ich in den Bus. Das Ticket kostete mich gerade mal 7 €, dazu musste ich mit weiteren 28 € Visagebühren an der Grenze rechnen.

Die Fahrt führte mich über holprige Straßen, eingerahmt von Reisfeldern und kleinen Blechhütten. Auf dem Highway zogen die Leute ihre vollbepackten Karren die Strasse entlang. Alle schienen sehr beschäftigt, dennoch entspannt.

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Cambodia 2011

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