Project Description

 

Bevor ich Mexiko, mein letztes Ziel in Zentralmerika ansteuern, wollten ich unbedingt noch nach Belize.
Belize ist der kleinste Staat in Mittelamerika, hat mehrere kleine Inseln, eine lange Karibikküste und ist das einzige englischsprachige Land von Panama bis Mexiko.
Alle gehen dort auf die Insel  Caye Caulker, da sie sehr relaxed und entspannt sein soll.  Dort soll eins der besten Tauch-/Schnorchelreviere (Blue hole/Belize Barrier Reef) der Welt sein.

Ich wollte unbedingt das Blue hole sehen. Ich hatte gigantische Fotos davon im Internet gefunden. Und eine Agentur, die einen Fallschirmsprung darüber anbot, der mit anschließendem Tauchgang dort endet. Das wollte ich UNBEDINGT.

Leider gab es die Agentur nur noch im Netz.
Das Belize Barrier Reef ist nach dem Great Barrier Reef in Australien das größte Riff der Welt und gilt zudem als sehr artenreich.

 

Nach einer fünf stündigen Bus- und einer zwanzig minütigen Speedbootfahrt erreichten wir dann Caye Caulker.

Ich hatte mega Erwartungen an diese Insel. Karibik pur dachte ich. Mit unglaublichen Ständen und gemütlichen Bars.

Auf Caye Caulker gibt es keine Autos. Und auch für Fussgänger gibt es ein Speedlimit. Darauf weisen mehrere Schilder mit der Aufschrift „Go Slow“ hin.

 

Wir suchten nach einer bezahlbaren Unterkunft, da Belize vergleichsweise sehr teuer ist und landeten in „Yuma´s House“. Auch die hatten eigentlich nichts mehr frei, waren aber so lieb uns zwei Matratzen unter den Treppenaufgang zu legen.

Ich war ziemlich enttäuscht von Belize- naja, vielleicht waren meine Erwartungen auch einfach zu hoch. Die Bars waren direkt am Meer, hatten aber weder entspannte Musik noch gemütliche Sitzmöglichkeiten zu bieten. Überall Plastik-Stühle. Es gab auch keinen Strand, alle lagen auf einem riesen Steg vor einer Hütte, die Bier und Burritos verkaufte. An die Karibik erinnerte lediglich das blau des Wassers, und schwamm man etwas raus, hingen in den kleinen Nebeninseln überall Plastikflaschen und Müll in den Mangroven.

Ein Tauchgang war sehr teuer. Und zum Blue Hole fast unbezahlbar.

Ich wollte trotzdem unbedingt nochmal tauchen, bevor es nach Hause ging. Jurrian wollte nochmal eine Auffrischung machen, weil es bei ihm schon so lang her war.

Auch das war ein Witz.

Seine Auffrischung war einer meiner zwei Tauchgänge, die ich gebucht hatte. Also durfte ich mit ins 2 Meter tiefe Wasser und alle Übungen nochmal durchgehen. Keine Korallen, keine Fische, nichts.

Der zweite Tauchgang ging dann in die Tiefe und war dann etwas spannender.

Ich machte zusammen mit Kristina (einer Krankenschwester aus New York) noch einen Ausflug. Witziger Weise sahen wir beim schnorcheln einiges mehr. Ganz viele Mantarochen mit einer Spannweite von 1,5 Metern, einige Walhaie und Riesenschildkröten. Dann fingen wir uns noch mit einer Harpune einen Fisch zum Abendbrot. Der schmeckte scheiße und bestand zu 90% aus Gräten. Jamie, unser Bootsfahrer war währenddessen nur am Kiffen. Deshalb durfte ich das Speedboot zurückfahren, weil er sich hinlegen wollte.

Das war wohl mein Highlight von Belize.

Abends ist denk ich beste Location die I&I Bar, am Ende der Insel.

Sonst wird man von der Atmosphäre nur enttäuscht.

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